Der Supermond am 19. März

Samstag, 19. März 2011, 20:15 Uhr

Am 19. März 2011 fällt der Vollmond fast genau mit der dichtesten Annäherung des Mondes an die Erde zusammen: ein „Supermond“.

Die Mondbahn ist grob gesehen eine Ellipse mit einer minimalen Entfernung zum Erdmittelpunkt von etwa 356 500 km und einer maximalen Entfernung von etwa 406 540 km. Für den Lauf durch eine Ellipse benötigt der Mond 27,554 Tage, der sogenannte anomalistische Monat.

Die sehr leicht beobachtbaren Mondphasen – Neumond, zunehmender Halbmond, Vollmond, abnehmender Halbmond, Neumond - hängen neben dem Umlauf des Mondes ja auch mit der Stellung des Mondes zur Sonne zusammen. Da diese sich aber im Laufe eines Jahres auch weiterbewegt, finden wir für die Mondphasen eine Wiederholung alle 29,530 Tage, der sogenannte synodische Monat.

Vergleich Vollmond im Perigäum und Apogäum im Jahr 2007Da diese beiden Zyklen unterschiedlich sind, kommt es nur relativ selten vor, dass Vollmond mit der geringsten Distanz des Mondes, der Perigäum, zusammenfällt. Genau dies kann man am 19. März beobachten: der Vollmond erscheint richtig groß und hell. Der Durchmesser ist etwa 12% größer und der Mond leuchtet etwa 43% heller als er in der entferntesten Stellung, dem Apogäum. Nebenstehende Grafik zeigt einen Vergleich der beiden extremen Stellungen des Mondes im Jahr 2007 (Quelle Wikipedia).

Die Astronomen des 19. Jahrhunderts studierten akribisch die Bewegung des Mondes. Die Beschreibung der Bahn als einfache Ellipse und die Erde ist viel zu ungenau. Einflüsse der Sonne und der anderen Planeten müssen berücksichtigt werden. Die genauesten astronomischen Messungen sind Beobachtungen von Sternbedeckungen. An dieser Arbeit haben sich Christian Ludwig Gerling und seine Schüler beteiligt. Erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts hat Ernest Brown eine recht umfassende Theorie der Mondbewegung aus all den Sternbedeckungen zusammengestellt. Heute wird die Mondbahn über Laserstrahlen und –reflektoren von der Erde aus verfolgt.