Die Gerling'sche Haupttriangulation von Kurhessen - neuere Erkenntnisse und Wiederentdeckungen

Montag, 6. Februar 2012, 17:15 Uhr

Herzliche Einladung zu einem öffentlichen Vortrag im Rahmen des Kolloquiums im Fachbereich Physik, Philipps-Universität Marburg, Renthof 5 Kleiner Hörsaal.

Die Gerling’sche Haupttriangulation von Kurhessen ist eine der ältesten geodätischen Grundlagen in unserem Land. Auch 175 Jahre nach ihrer Fertigstellung sind noch zahlreiche Zeugnisse dieser technisch-wissenschaftlichen Pionierleistung in der Örtlichkeit erhalten. Hierzu hat auch Gerling’s Grundsatz beigetragen, die Dreieckspunkte weitgehend mit tonnenschweren Postamentsteinen zu vermarken, die allein durch ihr hohes Gewicht vor Diebstahl oder ähnlichem Frevel geschützt sind. Ein Exemplar von besonderer astronomisch-geodätischer Bedeutung steht dabei auf dem Frauenberg bei Beltershausen; jenes wurde am 23. August 2011 wieder authentisch an seinen ursprünglichen Standort von 1837 versetzt.

Gerling's kurhessische Haupttriangulation stellt in ihrer Gesamtheit ein kulturhistorisch bedeutsames Werk dar. Um dieses im Sinne des Denkmalschutzes erhalten und pflegen zu können, sind im vergangenen Jahr einige wesentliche Grundlagenarbeiten durchgeführt worden. Dabei wurden sowohl neuere Erkenntnisse gewonnen als auch interessante Wiederentdeckungen gemacht, über die im Rahmen des Kolloquiums berichtet wird.

Der Referent Bernhard Heckmann ist beim Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation beschäftigt und dort sowohl für den Geodätischen Raumbezug als auch für die Belange der Historischen Grenzsteine zuständig.