Exkursion - Astronomiegeschichte im Norden Deutschlands

Ein Stück Astronomiegeschichte im Norden Deutschlands

Exkursion nach Hamburg am Samstag, den 27. Juli und Sonntag, den 28. Juli 2013 

Die Hamburger Sternwarte in BergedorfIn der Hanse­stadt Hamburg begann im Jah­re 1802 mit der Beantragung des Baues einer Sternwarte auf den Befestigungsanlagen der Stadt durch Johann Georg Repsold (1770 – 1830) die Astronomie zu einem Bestandteil des Forschungsstand­ortes Hamburg zu werden. 

Ende des 19. Jahrhunderts erschwerte die zuneh­mende Lichtverschmutzung bereits in erheblichem Maße die Beobachtungsbedingungen, woraufhin auf Antrag von Georg Rümker (1832 - 1900) und Richard Schorr (1867 - 1951) die Sternwarte in ihr bis heute bestehendes Zuhause im Stadtteil Bergedorf umzog. Neben dem Entstehen von auf astrometrischen Messungen be­gründeten großen Sternkatalogen wie dem AGK2-Katalog, entwickelte dort auch Bernhard Schmidt (1879 – 1935) seine Erfindung der Korrektionsplat­ten für Kugelspiegelteleskope anhand um­fassender Tests mit den Teleskopen der Sternwarte in Bergedorf. Berühmt geworden ist Schmidt einer­seits als Namensgeber der Schmidt-Cassegrain-Spiegelteleskope und andererseits durch die von ihm entwickelten Schmidt-Spiegelteleskope,  die ein Wegbereiter des Aufstiegs der Astrofotografie dar­stellten, da sie zur Eliminierung von störenden Ko­maeffekten beitrugen.

Bernhard Schmidts Werbung für sein Teleskop, ca 1930Beginnen wird unsere Exkursion am Samstag an eben diesem zentralen Orte der Astrono­miegeschichte Hamburgs, wo wir von Magnus Schneide, einem Mitar­beiter der   Sternwarte der Universität Ham­burg eine historisch geleitete Führung durch die Anlagen der Sternwarte bekom­men.
Nach einer entspannten Fahrt mit den Hamburger Öffentlichen Verkehrsmitteln und der Einkehr in ei­nem Restaurant werden wir eine multi­mediale Reise zu den Sternen im Hamburger Plane­tarium unternehmen.

Das im Jahre 1930 im Winterhuder Wasserturm im Stadtpark erbaute Planetarium zählt zu einem der größten und ältesten „Sternentheater“ weltweit. Es besticht durch die herausragende tech­nische Meisterleistungen in der Projektionstechnik, was den Besu­cher in faszinie­rende Rundum-Szenarien aus Bild und Klang eintauchen lässt. 

Für musikinteressierte Astronomen besteht im An­schluss die Möglichkeit musikalische Leckerbissen aus den 60er und 70er Jahren mit einer beeindru­ckenden Lichtinstallation im Planetarium zu genie­ßen.

 

Geplanter Verlauf der Exkursion

Samstag, 27. Juli 2013

  • morgens Anreise nach Hamburg, wenn möglich gemeinsame Zugfahrt (s.u.)
  • ca 14:00 Uhr Ankunft in Hamburg, Bezug des Hotelzimmers (Organisation: Claudio Krentel)
  • 15:00 Uhr Führung in der Sternwarte Bergedorf
  • 17:30 Uhr Abendessen
  • 19:15 Uhr Planetarium Hamburg: "Reise zu den Sternen"
  • 20:30 Uhr Planetarium Hamburg: "Dark Side of the Moon"

Sonntag, 28. Juli 2013

  • 11 Uhr Barkassenfahrt durch den Hamburger Hafen
  • ca 15 Uhr Rückfahrt nach Marburg

Unkosten und Anmeldung

Wir bitten um möglichst baldige Anmeldung beim Vorstand des Vereins, spätestens bis zum 22.07.2013. Sie erhalten von uns eine Bestätigung. Selbstverständlich sind auch Nichtmitglieder herzlich eingeladen, bitte werben Sie in Ihrem Freundeskreis für diese Fahrt.

Die Fahrkosten für eine Einzelfahrt nach Göttingen und dann eine Gruppenfahrt nach Hamburg  betra­gen ca. 60 €, für Stu­dierende deutlich weniger. Denkbar ist auch eine Gruppenfahrt mit zwei „Schönes-Wochenende-Ticket“ für 2 x 42€ für 5 Perso­nen.

Die Kosten für die Führungen (ausgenommen der Barkassenfahrt von 18€) übernimmt der Verein. Für das Abendessen werden wir uns in ei­nem Restaurant anmelden, bitte halten Sie dafür Bargeld bereit.

Die Übernachtungskosten in A&O Hostels (inkl. Frühstück) belaufen sich auf etwa 60€. Auf Wunsch kann privat ggf. noch eine kostenlose Unterkunft organisiert werden (nur solange Vorrat reicht). Bitte erkundigen Sie sich bei Bedarf bei Claudio Krentel nach Verfügbarkeit.

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