Mondbeobachtungen in der Nacht vor dem Herbstanfang

Samstag, 21. September 2013, Frauenberg, ab 20:30 Uhr, bei klarem Wetter

Herzliche Einladung zu einer Führung durch den herbstlichen Nachthimmel bei klarem Wetter auf die Ruine Frauenberg!

Am 22. September um 22:44:38 Uhr wechselt in diesem Jahr die Sonne von der nördlichen zur südli­chen Halbkugel unserer Erde – wir haben dann astronomischen Herbstanfang! Gegenwärtig trifft der Herbstanfang in der Mitteleuropäischen Zeitzone etwa gleich oft auf den 22. oder 23. September. Künf­tig wird der 22. zunehmend häufig vorkommen; im Jahr 2067 wird der 23. zum letzten Mal auftre­ten. Die Jahr­hundertschaltregel, nach der im Jahr 2100 kein Schalttag eingefügt wird, schiebt dann den Herbstanfang wieder auf den 22. und 23. September.

Die Sonne kreuzt den Himmelsäquator im Herbstpunkt im Sternbild Virgo (Jungfrau). Nachts sehen wir dann am Himmel den Frühlingspunkt im blassen Sternbild Fische unterhalb des Pegasus, des Herbst­vierecks.

Im Westen stehen die Sternbilder des Sommerdreiecks Lyra (Leier), Cygnus (Schwan) und Aquila (Ad­ler) am Horizont, während sich von Ostern her sich die ersten Sternbilder des Winters Taurus (Stier), Au­riga (Fuhrmann) und Gemini (Zwillinge) ankündigen.

Zwei Tage nach Vollmond zeigt sich der Mond am 21. September rechts bereits spürbar verkleinert. Einige Sternbedeckungen sind in dieser Nacht beobachtbar.Am Samstag, den 21. September, also eine Nacht vor dem Herbstan­fang, zeigt sich der Mond zwei Tage nach der Vollmondstellung noch sehr domi­nant am Nachthimmel – Zeit für einen virtuellen Mondspa­ziergang durch die Mare und Krater.

Der Mond bewegt sich von einer zur nächsten Nacht recht schnell über den Sternenhimmel und be­deckt dabei immer wieder auch hellere Sterne. Vor allem auf der dunklen Seite des Monds (im Bild rechts) tauchen die Sterne inner­halb von Bruchteilen von Sekunden hinter dem Mond wieder auf.

Für die Astronomen des 18. und 19. Jahrhunderts waren diese Sternbe­deckungen zur genauen Längen­gradbestimmung auf der Erde hilfreich. Heute dienen sie zur präzisen Kontrolle der sich geringfügig än­dernden Positionen der Sterne. In der Nacht des 21. Sep­tember sind zwei Bedeckungen von Sternen der 7. und 8. Größenklasse (die Sterne HD10894 und HD10917, siehe Abbildung) sowie weitere von dunkleren Sternen zu beobachten.

Die beiden entfernten Planeten Uranus und Neptun sind bei klarem Himmel im Teleskop auszumachen. Die Stars unter den Planeten zeigen sich zur Zeit erst in den Morgenstunden: Jupiter geht um 0:30 Uhr auf, der Mars etwa um 3 Uhr.