Parade der Planeten und Tanz der Monde

Samstag, 17. Mai 2014, Frauenberg, ab 21:00 Uhr

Herzliche Einladung bei klarem Wetter zu einer Führung durch den nächtlichen Frühlingshimmel auf die Ruine Frauenberg!

Die große Parade der Planeten im Frühjahr 2014Im späten Frühling können in diesem Jahr 4 Planeten gleichzeitig beobachtet werden, die, wie auf einer Linie, quer über den Himmel angeordnet sind: Merkur steht ganz im Nordwesten und geht gegen 23 Uhr etwa 2 Stunden nach der Sonne unter. Der Jupiter ist im Westen im Sternbild der Zwillinge nicht zu übersehen. Der Mars leuchtet orange im Süden im Sternbild der Jungfrau und der Saturn geht kurz nach 20 Uhr, fast im Osten, im Sternbild der Waage auf und ist dann während der ganzen Nacht sichtbar. Es fehlt eigentlich nur noch die Venus, dann wäre die große Parade der Planeten perfekt.

 

 

 

 

Das Ringsystem des Saturn ist in diesem Frühjahr gut zu erkennen.Eine Beobachtung der großen Planeten lohnt sich besonders:

die Neigung der Ringebene des Saturns ist mit 22° zur Zeit recht hoch, so dass, bei guter Sicht, auch Feinheiten des Ringsystem sehr gut zu erkennen sind.

 

 

 

 

 

 

Der doppelte Schattendurchgang auf dem Jupiter am 17. MaiBei dem größten der Planeten unseres Sonnensystems, dem Jupiter, sind es die Monde, die durch ihren Tanz und ihre Schattenspiele in dieser Nacht beeindrucken. Der innerste Mond Io umläuft seinen Planeten einmal in nur 42,45 Stunden. Seine Bewegung ist bereits nach etwa einer Viertelstunde gut auszumachen. In dieser Nacht zieht er in der Zeit von 22:09 bis 0:26 Uhr vor dem Jupiter entlang und ist, bei gutem Kontrast, in der Nähe des Großen Roten Fleckens zu erspähen. Seine momentane Position relativ zur Sonne bewirkt außerdem, dass sein Schatten von 23:11 Uhr an auf den Planeten fällt und bis zum Untergang des Jupiters gegen 1 Uhr zu erkennen ist.

Damit ist es aber noch nicht genug: der weiter entfernte Mond Callisto wirft ab 23:18 Uhr ebenfalls seinen Schatten auf den Jupiter: eine doppelte Sonnenfinsternis!

Neben dem Mars, der nordwestlich des hellsten Sterns Spica im Sternbild der Jungfrau steht, können die beiden Asteroiden Ceres und Vesta oberhalb von Spica mit einem Fernrohr aufgespürt werden. Vesta ist zwar deutlich kleiner als Ceres, hat aber eine sehr gut reflektierende Oberfläche, so dass dieser Asteroid mit 6,3 mag deutlich heller als die Ceres mit ihren 7,5 mag erscheint.

Bei klarem Himmel freuen wir uns gemeinsam mit Mitgliedern der Volkssternwarte Marburg e.V. auf Ihren Besuch auf dem Frauenberg!

Teleskope für Beobachtungen stehen zur Verfügung. Für Interessierte wird auch eine praktische Einführung in die Astrofotografie angeboten.

Bitte werfen Sie auch einen Blick auf die weiteren Veranstaltungen des Vereins „Parallaxe und Sternzeit e.V.“ in diesem Jahr!

Datei(en):