Sternstunden im Turm: Astrofotografie – Langzeitbelichtungen am Sternenhimmel

Freitag, 1. September 2017, 20 Uhr

Im Dialog mit
Walter Gröning
über Astrofotografie – Langzeitbelichtungen am Sternenhimmel

Herzliche Einladung zur "Sternstunde im Turm" in 2017!

Bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die ersten fotografischen Apparate auch zum Himmel gerichtet. Dabei konnte man zunächst nur den Mond oder helle Sterne ablichten. Im Laufe der Zeit verbesserten sich Aufnahmetechnik und Geräte drastisch. In der Astronomie entdeckte man schnell die Möglichkeiten der jungen Disziplin Astrofotografie, unter anderem zur „Archivierung“ des Sternenhimmels. Die Himmelsaufnahmen enthielten aber auch neue Informationen über Himmelsobjekte, die der visuellen Betrachtung entgingen.Mittlerweile setzt man in der praktischen Astronomie fast ausschließlich digitale Kameras ein. Die neue Technik ermöglichte nochmals eine Revolution in der astronomischen Bildgewinnung.

Der Sturmvogel (NGC 6960) ist ein Teil einer Gaswolke im Sternbild des Schwanes.

Doch wie werden Bilder des Sternenhimmels und dessen Objekte gewonnen? Welche Voraussetzungen sind erforderlich und welche Grenzen werden der Astrofotografie gesetzt. Schon die handelsübliche digitale Spiegelreflexkamera ist eine potentielle „Astrokamera“ und stellt eine kostengünstige Alternative für den ambitionierten Amateurastronomen dar. Aber auch der Laie kann mit ihnen erste fotografische Gehversuche am Sternenhimmel probieren. Neben Fotografien der hellen Himmelsobjekte sind die schwächeren, stellaren und interstellaren Objekte, wie Gasnebel, Dunkelwolken und Galaxien unter weniger Licht verschmutzen Gegenden besser abzulichten. Der Vortrag zeigt zum Vergleich Astrofotografien aus verschiedenen Regionen, wie dem heimatlichen Vogelsberg oder dem „Astro-Mekka“ Namibia.

Walter Gröning, geb. 1964, studierte Physik (Schwerpunkt Astrophysik) und Philosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main und ist mit leitenden Funktionen in verschiedenen astronomischen Vereinen und Volkssternwarten ehrenamtlich tätig .

Eintritt 1für die Besteigung des Turms
Bei klarem Wetter gibt es im Anschluss an den Vortrag eine Sternenführung.