Sternstunden im Turm: Der Dünsberg und die Vermessung der Erde

Freitag, 27. Juli 2018, 20 Uhr

Im Dialog mit
Günter Leicht
über Der Dünsberg und die Vermessung der Erde

Herzliche Einladung zur "Sternstunde im Turm" in 2018!

1835 wurde im Zuge der Kurhessischen Triangulation der Sandsteinpfeiler mit der Inschrift „Gradmessung“ von Gerling vorgefunden. Es ist anzunehmen, dass er um 1830 vermarkt wurde. 1899 ist zentrisch über dem Steinpfeiler der 14 m hohe Aussichtsturm errichtet worden. Der Steinpfeiler ist bis heute in der Turmkammer erhalten. (Foto: Günter Leicht) Wie groß ist die Erde, welche Form hat sie? Zu allen Zeiten stellten sich die Menschen diese Frage. Heute wissen wir: Der Umfang der Erde am Äquator beträgt 40.000 km, die Kugelform der Erde ist zum Nord- und Südpol leicht abgeflacht. Zwei Jubiläumsereignisse in 2017 waren Anlass, die Geschichte der Landesvermessung auf dem Dünsberg im Zusammenhang mit der Erdvermessung näher zu betrachten.

Vor 200 Jahren – 1817 – begann die Vermessung der preußischen Dreieckskette 1. Ordnung „von Berlin bis nach dem Rhein“. Bereits im ersten Jahr wurden die Beobachtungen auf dem Dünsberg durchgeführt.

Vor 150 Jahren – 1867 – ist das Großprojekt der „europäischen Gradmessung“ ins Leben gerufen worden. In dieser Arbeitsgemeinschaft haben erstmals in der Geschichte Europas Fachleute auf wissenschaftlichem Gebiet international zusammengearbeitet.

In dieses Projekt war der Dünsberg mit seinen Messwerten aus sechs verschiedenen Landesnetzen eingebunden, wenn auch nur als kleines Steinchen in einem großen Mosaik. Auch Marburg hat einen Platz in dieser Geschichte.

 

Günter Leicht, geb. 1941, studierte Vermessungstechnik an der Fachhochschule Frankfurt am Main. Zunächst war er für das damalige Hessische Landesvermessungsamt Wiesbaden hessenweit im Außendienst tätig, danach beim Katasteramt Gießen als Sachgebietsleiter Innendienst. Es folgten zwölf Jahre als Bürgermeister der Gemeinde Biebertal. Im Ruhestand widmet er seine Aufmerksamkeit ehrenamtlich den Kelten und der Landesvermessung am Dünsberg in seiner Heimatgemeinde.

 

Eintritt 5